Vortragsreihe „Akteure des Neuen Frankfurt.“
Biografien aus Architektur, Politik und Kultur


Franz Roeckle und das Neue Frankfurt: Ein guter Architekt von zwiespältigem Ruf

Der aus Liechtenstein gebürtige Architekt Franz Roeckle (1877-1953) hatte sich vor dem Ersten Weltkrieg durch den Bau der Westend-Synagoge einen guten Namen gemacht. Nach einem Roeckle-Entwurf entstand auch das 1924 eröffnete Institut für Sozialforschung, die Keimzelle der „Frankfurter Schule“. In den Jahren des Neuen Frankfurt gehörte Roeckle zu den unbedingten Unterstützern Ernst Mays; auf seinen Reißbrettern wurden einige moderne Wohnanlagen entworfen, unter anderem die 1072 Wohnungen umfassende Heimat-Siedlung im westlichen Sachsenhausen. In der prekären Situation Anfang der 1930er Jahre, als die Weltwirtschaftskrise die Aufträge wegbrechen ließ und das „Dritte Reich“ die Parameter brutal veränderte, vollführte Roeckle eine beispiellose Wende: Um seine mit Ernst May und mit jüdischen Bauherren verknüpfte Vergangenheit abzustreifen, beteiligte er sich in Liechtenstein an einem kriminellen Abenteuer, das zum Tod von zwei jüdischen Emigranten führte.

Referent: Dr.-Ing. habil. Wolfgang Voigt, Architekt, Frankfurt am Main
Termin: Montag, 12. März 2018
Beginn: 18.30 h
Ort: Dormitorium, Karmeliterkloster, Münzgasse 9


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