Vortragsreihe „Akteure des Neuen Frankfurt.“
Biografien aus Architektur, Politik und Kultur


Die Russland-Expedition des Neuen Frankfurt. Ernst May und seine Brigade in der UdSSR 1930–1937

Als Ernst May und 17 seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – vor allem aus dem Frankfurter Bauamt – am 5. Oktober 1930 von Berlin aus mit dem Zug nach Moskau übersiedelten, war dies ein großes öffentliches Ereignis. Für alle sichtbar ging die Ära May in Frankfurt zu Ende. Voller Enthusiasmus hatten Ernst May und seine sowjetischen Auftraggeber vereinbart, die Erfahrungen des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland auf den Bau neuer Städte im Zuge der Industrialisierung der Sowjetunion zu übertragen. Mit dem Ausbau der absoluten Herrschaft Stalins wurden auch die Institutionen des Bauwesens umstrukturiert, die Kompetenzen Mays und seiner Auftraggeber systematisch beschnitten – das Neue Bauen in der Sowjetunion unterlag. Während ein Großteil der Expeditionsteilnehmer bereits 1932 nach Deutschland zurückkehrte, blieben andere, zum Beispiel Margarete Schütte-Lihotzky und Hans Leistikow noch bis zu deren Ausweisung 1937. Ernst May verließ Moskau zum Ende 1933 ins Exil nach Ostafrika. Er kehrte erst 1954 nach Deutschland zurück.

Referent: Dr. Thomas Flierl, Bauhistoriker, Berlin
Termin: Montag, 07. Mai 2018
Beginn: 18.30 h
Ort: Dormitorium, Karmeliterkloster, Münzgasse 9


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