Vortragsreihe 2020/2021:
Kulturgüter, Provenienzen und Restitution: aus Frankfurter Museen, Sammlungen und Haushalten


Von Frankfurt nach Wetzlar:
Ein Silberhumpen aus der Sammlung Gustav Flörsheim in der Sammlung Lemmers-Danforth

Die Sammlung von Lemmers-Danforth – seit 1963 Teil der Städtischen Museen Wetzlar – wird seit Dezember 2017 auf NS-Raubgut untersucht. Anlass waren mehrere Rückgabeforderungen durch Nachfahren von NS-Verfolgten. Unter den Objekten, bei denen der Verdacht auf NS-verfolgungsbedingten Entzug besteht, befindet sich ein barocker Naumburger Silberhumpen. Der Humpen war im Besitz des Frankfurter Wechselmaklers Gustav Flörsheim (1860–1917). Die Familie Flörsheim lebte in der Beethovenstraße im Westend und besaß eine Kunst- und Antiqui- tätensammlung, aus der aktuell noch zwei weitere Objekte nachweisbar sind. Nach dem Tod von Anna Flörsheim 1929 gelangte der Humpen wahrscheinlich an die Tochter Helene oder den Sohn Rudolf, die beide zur Gruppe der NS-Verfolgten zählen. Die Umstände, unter denen das Objekt aus dem Eigentum der Flörsheims in den Besitz von Dr. Irmgard von Lemmers-Danforth gelangt ist, sind Gegenstand einer Tiefenrecherche und des Vortrags.

Referent: Dr. Udo Felbinger, Berlin
Termin: Montag, 02. November 2020
Beginn: 18.00 h
Ort: Refektorium, Karmeliterkloster, Münzgasse 9


Bitte beachten Sie:

Sie können für die Vorträge im Institut für Stadtgeschichte vorab einen Platz reservieren über ein Online-Buchungssystem:
https://pretix.eu/isgfrankfurt/.

Die Reservierungen sind verbindlich. Bitte melden Sie sich 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse an, um die Reservierung wahrzunehmen und das Ticket zu bezahlen. Freie Plätze werden an der Abendkasse vergeben.

Vorträge sind für unsere Mitglieder kostenlos (bitte Mitgliedsausweis nicht vergessen).
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